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Schmuckbild Mobilikon mit Logo

Erstes Ergebnis im Modellvorhaben MogLeb– Online-Nachschlagewerk „MOBILIKON“

Gleichwertige Lebensverhältnisse setzen funktionierende und abgestimmte Mobilitätsangebote vor Ort voraus: Wer heute Mobilität plant, muss passgenau vernetzen, um den einfachen Umstieg von einem Mobilitätsangebot zu anderen zu ermöglichen. Aus diesem Grund wurde das Modellvorhaben MogLeb („Verbesserung der Mobilität in ländlichen Räumen zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse“) und – in diesem Rahmen – das Online-Nachschlagewerk „Mobilikon“ entwickelt. Mit Mobilikon werden in den Kommunen vorhandene Ideen, Projekte und Wissen zu regional angepassten Mobilitätskonzepten erstmals umfassend gebündelt, aktualisiert und in digitaler Fassung zur Verfügung gestellt.

Mobilikon richtet sich an eine große Zielgruppe – Interessierte erreichen und aktiv einbinden

Screenshot der website mobilikon.de (Maßnahmen) Screenshot - Maßnahmen
Screenshot mobilikon.de Quelle: Mobilikon 2021

Mobilikon richtet sich an einen äußerst heterogenen Kreis von Interessierten. Von der kommunalen Mobilitätsmanagerin über kommunale Mitarbeitende mit Verkehrsbezug, von Mandatsträgern und Entscheiderinnen bis zu Mobilitätsverantwortlichen in Behörden und Ministerien auf Landes- und Bundesebene – Mobilikon kann allen die Suche nach passenden Mobilitätslösungen erleichtern. Das Angebot richtet sich auch an Interessierte außerhalb der öffentlichen Verwaltung, z. B. Vereine, Fachöffentlichkeit, Wissenschaft und Forschung, betriebliches Mobilitätsmanagement, und auch an Bürgerinitiativen sowie interessierte Privatpersonen. Besonderes Interesse weckt Mobilikon derzeit insbesondere bei Verwaltungen auf kommunaler und Landesebene, wobei das Ziel besteht, auch weitere Akteure auf Mobilikon und seine Inhalte aufmerksam zu machen.

Erfahrungen aus dem Projekt – Von der Idee zur Umsetzung

Mobilikon wurde von der Idee bis zum „Go-live“ in etwas über einem Jahr entwickelt. Dies war nur durch das große Engagement aller Beteiligten und die sehr gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren möglich.

Das Nachschlagewerk lebt von aktuellen Informationen und interessanten Projektbeispielen und versteht sich als lebendes Projekt. Um bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Internet im Herbst 2020 einen Grundstock interessanter Beschreibung anbieten und damit auch das weitere Interesse an Mobilikon wecken zu können, wurden in einem ersten Schritt 250 Themenkomplexe ausgewählt und – teilweise in direkter Zusammenarbeit mit den Projektverantwortlichen vor Ort – aufbereitet.

Nach dieser „initialen Befüllung“ treten mittlerweile auch Kommunen und Verbände direkt mit interessanten Vorschlägen an die Redaktion heran und geben Hinweise zu möglichen Beiträgen oder Anpassungsbedarf. Daneben recherchiert die Redaktion weiterhin eigenständig nach neuen Themen. Sie berücksichtigt dabei auch aktuelle Forschungsvorhaben, Modellprojekte und Initiativen mit Themenbezug zur Mobilität. Als wichtige Informationsquelle haben sich zudem Kooperationen mit Ministerien, Verkehrsverbünden, Mobilitätsnetzwerken etc. erwiesen.

Ein anschauliches Beispiel, wie ein neuer Beitrag für Mobilikon entsteht, bietet das Praxisbeispiel „dorfbus Feldatal“. Der „dorfbus“ ersetzt mit einem Kleinbus den gesamten Linienverkehr in der thüringischen Rhön, mit Ausnahme des Schülerverkehrs. Die Verantwortlichen des dorfbus Feldatal sind an die Mobilikon-Redaktion herangetreten und haben das flächendeckende On-Demand-Angebot zur Aufnahme in Mobilikon vorgeschlagen. Nachdem die Redaktion das Praxisbeispiel als für Mobilikon geeignet befunden hatte, erfolgte die Abstimmung des Steckbriefinhalts mit den Verantwortlichen des dorfbus Feldatal anhand eines standardisierten Steckbriefs, um die Inhalte vergleichbar darstellen zu können. Nach Einholung von Bildrechten und finaler Prüfung des Steckbriefs wurde der dorfbus Feldatal als Praxisbeispiel in Mobilikon aufgenommen und mit Foto veröffentlicht.

Screenshot der Websote mobilikon.de - Bike and Ride-Anlagen Screenshot Bike and Ride-Anlagen
Screenshot Bike and Ride-Anlagen Quelle: Mobilikon 2021

Grundsätzlich kann jede interessierte Person einen Beitrag zur Veröffentlichung in Mobilikon vorschlagen, soweit dieser ins Portfolio des Nachschlagewerks passt. Über die Adresse mobilikon@bbr.bund.de besteht die Möglichkeit, direkt mit der Redaktion im BBSR in Kontakt zu treten, die gern Anregungen aufnimmt und neue Inhalte mit den Verantwortlichen abstimmt. So können die Nutzerinnen und Nutzer gemeinsam dazu beitragen, Mobilikon mit Inhalten zu füllen.

Herausforderungen erfolgreich gemeistert

Bei der Anforderungsanalyse – also der Frage danach, was die Datenbank später darstellen soll – musste sich das Projektteam von der eigenen Sicht „Was halte ich für sinnvoll?“ lösen und auf voraussichtliche Bedürfnisse der Zielgruppen einlassen („Was könnte für Kommune XY sinnvoll sein?“). So wurde auch die Strukturierung von Mobilikon entwickelt: Die neuen Kategorien Maßnahmen, Instrumente, Beispiele aus der Praxis und Hilfen zur Umsetzung ergänzen sich untereinander und machen eine schnelle Orientierung möglich. Die Einbindung von Expertinnen und Experten aus Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden sicherte die breite Akzeptanz der Struktur von Mobilikon.

Wichtig erscheint die frühzeitige Einbeziehung von Expertinnen und Experten sowie der Zielgruppe: Dadurch lässt sich sicherstellen, dass das Angebot die Nachfrage bedient, die Akzeptanz erhöht wird und Multiplikatoren gewonnen werden. Darüber hinaus ist auch die Bekanntmachung des Angebotes von großer Bedeutung. Dies gilt gerade – wie bei der hier beschriebenen Maßnahme – bei Projekten, die auf Beiträge und die Mitarbeit der Akteurinnen und Akteuren angewiesen sind.

Positive Resonanz für Mobilikon

Das Angebot wird gut angenommen. Seit der Freigabe von www.mobilikon.de im November 2020 bewegt sich die Gesamtzahl der Nutzenden im unteren vierstelligen Bereich und wächst täglich an. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv, so empfinden nach eigener Angabe viele Nutzer und Nutzerinnen Mobilikon als eine hilfreiche Unterstützung für ihre konkrete Arbeit und Aufgabenerfüllung.
Bei der Veröffentlichung gab es eine Rückmeldung, dass ein entsprechendes Angebot bereits im Netz zur Verfügung stünde. Dies hat sich jedoch nicht bestätigt: Die erwähnte Zusammenstellung bezieht sich auf ein abgegrenztes Einzelthema und nicht auf eine übergeordnete Zusammenstellung von Mobilitätsthemen. Abgesehen von dieser Rückmeldung war die Resonanz auf das Angebot bislang durchweg positiv und konstruktiv.

Screenshot der Website mobilikon.de - Hilfen zur Umsetzung Screenshot Hilfen zur Umsetzung
Screenshot Hilfen zur Umsetzung Quelle: Mobilikon 2021

Dies hat mehrere Gründe:

  • Bereits im Projektvorfeld wurde kritisch geprüft, ob Bedarf für ein solches Nachschlagewerk besteht.
  • Überlegungen bestanden, ob der Informationsbedarf der Zielgruppe nicht über Suchmaschinen im Internet bereits erfüllt sein könnte. Da die Recherche aber oft aufwändig und teils mühevoll ist, war das Ziel, eine qualitätsgesicherte und aktuelle Datenzusammenstellung mit anschaulichen Beiträgen zu entwickeln.
  • Bereits beim Aufbau der Gliederung und Struktur der Texte stand stets die Sicht der Nutzenden im Vordergrund.
  • Feedbackrunden mit ausgewählten Kommunen stellten sicher, dass nicht an der Zielgruppe vorbei entwickelt wurde.

Die vielfältigen positiven Rückmeldungen tragen natürlich dazu bei, das Projekt auch weiterhin mit viel Engagement voranzutreiben und weiter auszubauen.

Ausblick: Länderübergreifendes Mobilitätsnetzwerk – Die Kunst der Kooperation ist gefragt!

Nahezu alle Bundesländer, die drei Kommunalen Spitzenverbände sowie BMI, BMVI und BMBF haben sich durch die Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung offiziell zur Zusammenarbeit in einem länderübergreifenden Netzwerk verständigt. Die 1. konstituierende Sitzung fand im Februar 2021 aufgrund der Pandemielage als virtuelle Sitzung statt. Erfreulicherweise konnten auch in diesem Format nächste Arbeitsschritte festgelegt und erste Abstimmungsergebnisse erzielt werden. Zu bestimmten Themenkomplexen werden nun Arbeitsgruppen auf Fachebene eingerichtet.

Das Netzwerk stärkt den länderübergreifenden Austausch zu übergreifenden Mobilitätsthemen und verbessert den Wissenstransfer. Es unterstützt untereinander beim Aufbau von Landesnetzwerken. Länder mit entsprechenden Erfahrungen geben Anregungen weiter. Durch die Landesnetzwerke werden die Kommunen dann unmittelbar beim kommunalen Mobilitätsmanagement Unterstützung finden.

Auch bei diesem Vorhaben hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, bereits frühzeitig alle Beteiligten zusammenzubringen. Dabei steht die Fähigkeit zur Kooperation aller Beteiligten im Vordergrund, um nicht aneinander vorbei zu arbeiten – und damit möglicherweise doppelt oder sogar inhaltlich widerstreitend. So wurde bei einer der ersten Abstimmungssitzungen deutlich, dass eine enge Zusammenarbeit mit der Initiative des BMVI zum „Nationalen Kompetenzzentrum nachhaltige urbane Mobilität“ (www.NaKoMo.de) den Aufbau von Doppelstrukturen vermeidet und Synergieeffekte schafft. Durch die enge Zusammenarbeit ist es gelungen, eine gemeinsame Anlaufstelle für Mobilitätsfragen in urbanen und ländlichen Räumen zu kreieren. Alle Maßnahmen eint dabei das Ziel, deutschlandweit nachhaltige und flexible Mobilität zu ermöglichen. Daher scheint die dauerhafte Verstetigung dieses Ansatzes auch über die Projektlaufzeit hinaus sinnvoll. Diese Frage wird gemeinsam mit allen Beteiligten zu entscheiden sein.

Keyfacts

Das Angebot wird gut angenommen.
Seit der Freigabe von www.mobilikon.de im November 2020 bewegt sich die Gesamtzahl der Nutzenden im unteren vierstelligen Bereich und wächst täglich an. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv, so empfinden nach eigener Angabe viele Nutzer und Nutzerinnen Mobilikon als eine hilfreiche Unterstützung für ihre konkrete Arbeit und Aufgabenerfüllung.
Bei der Veröffentlichung gab es eine Rückmeldung, dass ein entsprechendes Angebot bereits im Netz zur Verfügung stünde. Dies hat sich jedoch nicht bestätigt: Die erwähnte Zusammenstellung bezieht sich auf ein abgegrenztes Einzelthema und nicht auf eine übergeordnete Zusammenstellung von Mobilitätsthemen. Abgesehen von dieser Rückmeldung war die Resonanz auf das Angebot bislang durchweg positiv und konstruktiv.

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