Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

Erlauben

Wissensforum: Wegbegleiter für erfolgreiche Regionalförderung

Datum:

Zwei Personen beim Wandern
Regionalförderung sichert die Handlungsfähigkeit von Regionen ab. Quelle: Pixabay

Netzwerke sozialer Innovation stärken die Resilienz strukturschwachen Regionen

Am 15. und 16. Juni 2021 fand das 1. Wissensforum „Regionale Resilienz – aus Krisen für die Zukunft lernen“ als Online-Veranstaltung des Bundesministeriums des Innern für Bau und Heimat (BMI) sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) statt. Das Projekt Better Promote war im Fachforum „Soziale Innovationen als Unterstützung von Resilienz“ vertreten. Mit einem Impulsvortrag berichtete Maciej Dabrowski, Projektleiter von Sopra Steria, von den Reisen des Projektes durch die Förderprozesse strukturschwacher Regionen.

Im Frühjahr 2021 hat Better Promote in Workshops die Förderlandschaft von fünf verschiedenen ländlichen Regionen erforscht. Gemeinsam mit den Umsetzern von Förderprojekten wurden Ansätze zur Verbesserung von Regionalförderprozessen und -strukturen erarbeitet. Ein Untersuchungsschwerpunkt lag dabei auch auf der Bedeutung sozialer Innovationen für die Widerstandsfähigkeit von Regionen.

Was haben soziale Innovationen mit Regionalförderung zu tun?

Das Grundverständnis von sozialen Innovationen ist, dass sie zur Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen und zur Verbesserung des Zusammenhalts dienen. Sie umfassen damit beispielsweise neuartige Kooperationsformen und Organisationsmodelle. In Bezug auf die Regionalförderung betrachtet Better Promote, wie das Zusammenwirken von Verwaltung, bürgerschaftlichem Engagement, Sozialunternehmen und Wirtschaftsbetrieben zu einer nachhaltigeren Regionalentwicklung beitragen kann.

Einige Thesen zu diesem Thema wurden am zweiten Tag des Wissensforums „Regionale Resilienz“ mit Fachleuten erörtert. Sie werden hier kurz vorgestellt:

  • Das Angebot an Förderprogrammen von EU, Bund und Ländern ist groß. Die Verwaltungen von strukturschwachen Gebieten verfügen jedoch über geringe personelle Kapazitäten für die Bewältigung von Förderprojekten und schwache finanzielle Mittel für Investitionsbeteiligungen. Die Möglichkeiten von Kommunen und Landkreisen, Fördermittel selbst aktiv nachzufragen, sind deutlich begrenzt.
  • Selbst Regionen mit strukturellen Hemmnissen können mitunter ein vielfältiges Fördergeschehen vorweisen. Ob Begegnungsstätte, Mehrfunktionenhaus, Co-Working-Space, Innovationslabor oder Kooperationsverbund – regionale Innovationen beginnen oft als Pilotprojekt und entwickeln sich zu länger bestehenden Plattformen der Ermöglichung von weiteren Fördermaßnahmen weiter. Unterschiedliche Netzwerke mit Förderkompetenzen ergänzen und unterstützen die kommunal verantwortete Regionalentwicklung.
  • Die Wirksamkeit von Entwicklungsvorhaben in strukturschwachen ländlichen Regionen hängt oftmals vom persönlichen Engagement der Menschen vor Ort ab. Sie sorgen für die Ausarbeitung einer Projektidee vor dem Antrag, die Überbrückung von Lücken zwischen Förderungen oder die Überführung in die Praxis nach einer Zuwendung. Ehrenamtlicher Einsatz wirkt sich wegbereitend, stabilisierend und nachwirkend auf die Förderung der regionalen Lebens- und Arbeitsverhältnisse aus.
  • In Krisen, wie der Corona-Pandemie oder Hochwasserereignissen, werden Förderprogramme ad-hoc beschleunigt oder aufgestockt. Kommunale Verwaltungen, die komplexe Notsituationen zu bewältigen haben, müssen dann Prioritäten bei systemkritischen Aufgaben setzen. Regionale Innovationsnetzwerke, die kooperativ und dynamisch helfen, Projektskizzen und Förderanträge vorzubereiten, verbessern die Möglichkeiten einer Region mit kurzen Fristen Strukturfördermittel zu absorbieren.
  • Diese und weitere auf der Reise durch die Förderlandschaft gewonnenen Erkenntnisse nimmt Better Promote mit auf die nächsten Etappen des Projektes. Gemeinsam mit regionalen Akteuren wurden Ideen für neue Unterstützungsprozesse und -strukturen der Regionalförderung entwickelt. Diese werden weiter fachlich ausgearbeitet und fließen schließlich in konkrete Handlungsempfehlungen für die Macher von Förderprogrammen in Bund und Ländern ein.

Weitere Informationen zum Wissensforum „Regionale Resilienz – aus Krisen für die Zukunft lernen“ des BMI und BBSR

Ein Programm des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) in Zusammenarbeit mit Bild-Dokument für das Frontend