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Regionale Fallbeispiele

Datum:

Das Projekt nimmt Regionen in den Fokus, die Ansätze systemischer Kreislaufwirtschaft bereits erfolgreich umsetzen. In den ausgewählten Beispielregionen untersucht das Team Erfolgsfaktoren und Wirkmechanismen der Kreislaufwirtschaft. Zudem soll ein gemeinsamer, über das Projekt hinausgehender Lernprozess angestoßen werden.

Auf Basis einer umfassenden Internetrecherche, Interviews mit Expertinnen und Experten und anhand der nachfolgenden Kriterien, bzw. Leitfragen wurden fünf Fallbeispiele aus Deutschland ausgewählt. Die Auswahl weiterer sieben europäischer Fallbeispiele folgt. Als Auswahlkriterien dienten folgende Fragen:

  • Werden bereits Stoffkreisläufe geschlossen?
  • Wird bereits eine regionale Strategie umgesetzt?
  • Handelt es sich um einen überwiegend ländlichen Raum?
  • Sind mehrere Akteure beteiligt?

Die Fallbeispiele aus Deutschland sind:

  • BioökonomieREVIER (Rheinisches Revier):
    Das Rheinischen Revier ist durch den Braunkohleausstieg stark vom Strukturwandel betroffen. Die wirtschaftliche Transformation der Region soll auf der Nutzung biologischer Ressourcen basieren und auf die herausragenden wissenschaftlichen und (land-)wirtschaftlichen Stärken der Region aufbauen. Seit 2019 treibt eine Koordinierungsstelle die Gestaltung einer Modellregion für zirkuläre Bioökonomie voran. Dafür vernetzt sie regionale Akteure und fungiert als Schnittstelle zwischen Forschung, Industrie, Landwirtschaft und Kommunen.
  • Recylingregion Harz/Circular Region (Harz):
    Die systemische Kreislaufwirtschaft dient als regionales Entwicklungsziel, um die Attraktivität der Region für Fachkräfte zu steigern. Entstanden ist das Projekt aus dem REWIMET e.V., einem Recycling-Cluster wirtschaftsstrategischer Metalle. Angestoßen haben es Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen. Die wichtigsten Branchen für die Kreislaufwirtschaft in der Region sind Chemie, Metall- und Stahlverarbeitung/Maschinenbau, Recycling von Aluminium, Wolfram und Tantal. Hinzu kommen Elektrogeräterecycling, Bleibatterien- und Zink-Recycling, sowie Spezialaufbereitung für Edelmetalle und Kupfer im Landkreis Göttingen.
  • Netz-Werk e.V. Mittweida (Mittelsachsen):
    Die Initiative startete vor 29 Jahren sozial motiviert mit dem Ziel, die Langzeitarbeitslosigkeit über den Second-Hand-Bereich zu überwinden. Hierfür werden die Arbeitsfelder Reparatur und Wiederverwendung in Synergie mit sozialen Diensten facettenreich umgesetzt. Das Projekt geht mittlerweile weit über seine Ursprünge im Second-Hand-Bereich hinaus.
  • LaNDER3 (Südbrandenburg/Ostsachsen):
    In einem vom Forschungsministerium (BMBF) geförderten Projekt entwickelte das Netzwerk LaNDER3 das Strategiekonzept Lausitzer Naturfaserverbundwerkstoffe: Dezentrale Energie, Rohstoffe, Ressourcen, Recycling. Beteiligt sind Unternehmen, Verbände und die kommunale Verwaltung. Zu den Zielen gehören Technologieentwicklung und anwendungsorientiere Forschung, eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, die Qualifizierung von Fachkräften in der Region, eine Erhöhung der Standortattraktivität im Rahmen des Strukturwandels sowie ein übergreifender Beitrag zum Umweltschutz.
  • Lippe.zirkulär (Region Ostwestfalen-Lippe):
    Dieses Vorhaben entstand politisch motiviert auf Basis einer Potenzialstudie im Jahr 2016. Ziel ist eine Kompetenzbildung hin zu zirkulärem Denken und Wirtschaften, die im Zukunftskonzept Lippe 2025 verankert ist und im Rahmen der Nachhaltigkeitsmission 2030 strategisch erweitert wird. Die Geschäftsstelle von Lippe.zirkulär initiiert von der Kreisverwaltung Lippe wurde von den 19 Konsortialmitgliedern aus Verwaltung, Verbänden, Unternehmen, Kammern etabliert. Derzeit liegt der Fokus zirkulärer Wertschöpfungsprozesse auf den thematischen Säulen: zirkuläres Bauen, Qualifizierung von Multiplikatoren sowie Netzwerkausbau.

Karte mit Fallbeispielregionen
Quelle: IflS und Prognos 2022

Ein Programm des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) in Zusammenarbeit mit Bild-Dokument für das Frontend