Region gestalten

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Füße von Personen in einem Gang

Stärkung von bedarfsorientierten Pflegestrukturen

Eine funktionale regionale Daseinsvorsorge stellt in Deutschland eine wesentliche Grundlage für gleichwertige Lebensverhältnisse dar. Im Bereich der Pflege steht sie für die Sicherung der Grundbedürfnisse und für die Schaffung von Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Lebensführung.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Stärkung von bedarfsorientierten Pflegestrukturen in ländlichen strukturschwachen Regionen“, innerhalb des Förderprogramms Region gestalten des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), stehen dabei die Bedarfe von Pflegebedürftigen aller Altersklassen und von Pflegenden in ländlichen Räumen im Mittelpunkt der Betrachtung.

„Bundesweit gleichwertige Lebensverhältnisse“ bedeuten im Kontext der Pflege vor allem, den im SGB XI formulierten Leitgedanken der Gewährleistung von Selbstbestimmung aller Pflegebedürftigen in allen Regionen gleichwertig umzusetzen. Es stellt sich die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten im Kontext der zum Teil schwierigen Rahmenbedingungen bestehen, um bedarfsorientiere Pflegestrukturen für Pflegebedürftige jedweden Alters und jedweder Angebotsform – insbesondere in strukturschwachen ländlichen Regionen – zu realisieren und wie deren zukunftsfähige Entwicklung gefördert und gestärkt werden kann.

Ausgangslage

Länder, Kommunen, Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste, Pflegekassen und der Medizinische Dienst der Krankenversicherung wirken eng zusammen, um eine bedarfsorientierte pflegerische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Insbesondere in ländlichen Räumen, die durch Abwanderungen und Strukturschwäche geprägt sind, stellt die Sicherung der Tragfähigkeit von Pflegestrukturen eine besondere Herausforderung dar. Die Landkreise und kreisfreien Städte sowie die zugehörigen Gemeinden nehmen im Rahmen ihrer Gestaltungsmöglichkeiten bereits umfassend Verantwortung wahr und tragen mit unterschiedlichen regionalen Konzepten sowie der Unterstützung von Initiativen vor Ort zum Erreichen dieses Ziels bei.

Umfassende empirische Erhebungen zu diesen spezifischen Herausforderungen und regional verfolgten Konzepten in ländlichen Räumen liegen bislang nur unzureichend vor. Die verfügbaren Ergebnisse fokussieren in der Regel auf unterschiedliche Handlungsstränge in der pflegerischen Versorgung, bleiben in der spezifischen Bewertung dieser für die ländlichen Räume jedoch offen bzw. beschränken sich auf die Darstellung einzelner Fallbeispiele. 

Ziele

Das übergeordnete Ziel des Forschungsprojekts ist es, regionale und kommunale Akteure in ländlichen Räumen durch praxisnahe Lösungsansätze mit einem strategischen Leitfaden zu unterstützen. Dieser Leitfaden soll ermöglichen, dass Akteure von bereits erprobten Ansätzen und neuen Ideen lernen können. Im Mittelpunkt steht die partizipative Ermittlung von Erfolgsfaktoren für die Übertragung auf strukturschwache ländliche Regionen. Das Forschungsprojekt ist modular aufgebaut.

Schaubild: Modularer Aufbau des Forschungsprojekts
Abbildung 1: Modularer Aufbau des Forschungsprojekts Quelle: Projekt

Vor diesem Hintergrund wird im ersten Schritt (Modul 1) ein bundesweiter Überblick über aktuelle Bedarfe und regional verfolgte Ansätze zur Stärkung bedarfsorientierter Pflegestrukturen in ländlichen Regionen erstellt, um Handlungsschwerpunkte, Wünsche sowie in der Praxis erfolgreich eingesetzte Instrumente zu identifizieren. Für die Grundlagenstudie sind neben einer Analyse des Forschungsstandes eine bundesweite Befragung von Landkreisvertretern sowie Interview-gestützte Fallstudien mit beteiligten Akteuren unterschiedlicher Profession in strukturschwachen ländlichen Regionen vorgesehen.

Daran anschließend soll in Fachworkshops und Bürgerdialogen ein vertiefender partizipativer Diskussionsprozess über konkrete Handlungsmöglichkeiten und Erfolgsfaktoren initiiert werden. Die Ergebnisse aus Modul 1 sollen diskutiert, validiert und in Handlungsempfehlungen übersetzt werden. Das Ergebnis wird ein strategischer Leitfaden sein, der die regionalen und kommunalen Akteure praxisbezogen bei ihren Planungen und strategischen Aktivitäten zur Stärkung bedarfsorientierter Pflegestrukturen in ländlichen Regionen unterstützen kann (Modul 2).

Stärkung von bedarfsorientierten Pflegestrukturen

Im Mittelpunkt der Betrachtung dieses Forschungsprojektes stehen die Bedarfe von Pflegebedürftigen aller Altersklassen und von Pflegenden in ländlichen Räumen.

Region

Deutschlandweit

Zeitraum

Status

Laufend

Auftragnehmer

KPMG AG
Oskar Krohmer
E-Mail okrohmer@kpmg.com

Kontakt im BBSR

Referat RS 1 „Raumentwicklung"
Margareta Lemke
Tel.: +49 228 99401-1319
E-Mail margareta.lemke@bbr.bund.de

Ein Programm des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat in Zusammenarbeit mit Bild-Dokument für das Frontend