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Ländlicher Raum von oben

Nutzerfreundliches Datentool für die Datenerhebung und Datenfortschreibung von Strukturen der regionalen Daseinsvorsorge

Im Projekt entsteht ein Datentool, das bei konkreten Planungsentscheidungen zur regionalen Daseinsvorsorge unterstützt. Gemeinden, Gemeindeverbände, Kreise und Regionen können mit dem Datentool eigenständig regionale und lokale Daten für unterschiedliche Leistungsbereiche der Daseinsvorsorge erfassen und aktuell halten. Das Datentool ermöglicht zudem zukunftsgerichtete Betrachtungen. Damit unterstützt es fachliche und politische Diskussionen und Entscheidungen und kann so zur bedarfsgerechten regionalen Daseinsvorsorge beitragen.

Ausgangslage

Die Stärkung ländlicher Räume sowie der Abbau räumlicher Disparitäten zwischen allen Teilräumen des Landes ist ein hochaktuelles Thema und zentrales politisches Handlungsfeld. Eines der wichtigsten Ziele besteht darin, Kommunen und Regionen bei der Organisation und Sicherung einer leistungsfähigen Daseinsvorsorge zu unterstützen.

Fundierte datengestützte Darstellungen der Ausgangslage, der absehbaren Trendentwicklung sowie der Auswirkungen unterschiedlicher Strategieansätze auf die Versorgungsqualität können sehr förderlich für eine zielorientierte regionale Diskussion über eine bedarfsgerechte Daseinsvorsorgeplanung sein. Das hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt – unter anderem in Modellvorhaben des Bundes.

Ein solches Vorgehen, das Kenngrößen zur Beurteilung der regionalen Versorgungsqualität zur Entscheidungsunterstützung liefert, gründet auf einer Verknüpfung von

  • Kennwerten zu lokalen und regionalen Versorgungsbedarfen (kleinräumige Bevölkerungsverteilung, altersklassenabhängige Nachfrage- oder Bedarfsquoten, Kennwerte zum Nutzungsverhalten),
  • Daten zur Beschreibung von Angebotsstrukturen (Standorte, Leistungen, Kapazitäten) sowie
  • Daten zu regionalen Erreichbarkeitsverhältnissen mit verschiedenen Verkehrsmitteln.

Zahlreiche, für ein solches Vorgehen benötigte Daten sind in den kommunalen Fachverwaltungen bereits vorhanden. Diese werden zum Beispiel regelmäßig für Prozesse der Fachplanung oder ein turnusmäßiges fachspezifisches Berichtswesen erhoben und genutzt. Weitere Daten liegen bei den Statistischen Landesämtern oder sonstigen Stellen vor und werden gegebenenfalls auf der regionalen und lokalen Ebene noch gar nicht in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Grundlagen, die beispielsweise im Zusammenhang mit Entwicklungskonzepten oder Modellvorhaben – häufig mit Unterstützung von Fachbüros – erarbeitet wurden, veralten schnell und sind selten an sich ändernde Entwicklungen anschlussfähig.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt also Folgendes: Eine datengestützte integrierte Daseinsvorsorgeplanung wird auf der regionalen und kommunalen Ebene grundsätzlich als sinnvoll und hilfreich angesehen. Allerdings fehlt es für deren konsequente eigenständige Umsetzung im Alltagsgeschäft jedoch häufig an Ressourcen und geeigneten, nutzerfreundlichen Werkzeugen.

Ziel

Das übergeordnete Ziel der Umsetzung eines Datentools für die regionale Daseinsvorsorge besteht darin, Städte und Gemeinden und deren Zusammenschlüsse, (Land-)Kreise und Regionen bei einer regionalen Daseinsvorsorgeplanung zu unterstützen, um

  • bedarfsgerechte und langfristig tragfähige Angebotsstrukturen zu sichern und
  • so ländliche Räume zu stärken und räumliche Disparitäten abzubauen.

Damit dies gelingt, muss das Datentool

  • für Anwenderinnen und Anwender mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund in allen Prozessschritten (z. B. Datenimport, Aktualisierung, Szenarienverwaltung, Auswertung und Ergebnisausgabe) möglichst intuitiv und sehr komfortabel nutzbar sein,
  • die Möglichkeit zur Berücksichtigung aller Infrastrukturbereiche der kommunalen beziehungsweise regionalen Daseinsvorsorgeplanung eröffnen („von der Kita bis zur Feuerwehr“),
  • eine Analyse unterschiedlicher Annahmen der Entwicklung von Versorgungsbedarfen sowie alternativer Strategien zur Anpassung von Angebots- und Erreichbarkeitsstrukturen erlauben und
  • Ergebnisausgaben in Form von gut verständlichen Karten, Diagrammen und Kennwerten ermöglichen, damit sich diese zielgerichtet in fachlichen und politischen Diskussionen und Prozessen zur Entscheidungsvorbereitung und -findung nutzen lassen.

Datentool für die regionale Daseinsvorsorge

Um die Bedarfe der Daseinsvorsorge auf Gemeindeebene qualifiziert planen und entwickeln zu können, wird ein Datentool benötigt, dass nicht nur die Datenerhebung erleichtert, sondern auch die Erstellung von Prognosen für die Erarbeitung und Darstellung von Szenarien sowie von Erreichbarkeitsanalysen ermöglicht.

Region

Deutschlandweit

Zeitraum

Status

Laufend

Auftragnehmer

Gertz Gutsche Rümenapp – Stadtentwicklung und Mobilität GbR
Dr. Jens-Martin Gutsche / Martin Albrecht
Tel.: +49 40 853737-41
E-Mail daviplan@ggr-planung.de

Kontakt im BBSR

Referat RS 1 „Raumentwicklung“
Dr. Steffen Maretzke
Tel.: +49 228 99401-2326
E-Mail steffen.maretzke@bbr.bund.de

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