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Strukturwandel in ländlichen Regionen

Die Studie Strukturwandel besteht aus drei Teilstudien. Sie widmet sich der Frage, inwiefern bestimmte Faktoren die regionalökonomischen Gegebenheiten beeinflussen, welche zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in den deutschen Regionen möglich ist und in welchem Zusammenhang Gründungsgeschehen, Branchenstruktur und regionale Wertschöpfungsketten mit unterschiedlichsten Strukturen und Verflechtungen steht. Damit verbunden ist die Frage, welche Politiken auf der Ebene des Bundes, der Länder und Regionen geeignet sind, um wünschenswerte Veränderungen zu forcieren und ungewünschte Zustände zu verhindern oder abzumildern.

Ausgangslage

So heißt es in „Unser Plan für Deutschland“ (den von der Bundesregierung beschlossenen Schlussfolgerungen aus der Arbeit der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“), dass „[…] frühzeitig sich abzeichnende neue Herausforderungen des Strukturwandels identifiziert und für diese Lösungsansätze entwickelt werden [sollten]“ (S. 35). Ebenso wurde in den von der Ministerkonferenz für Raumordnung verabschiedeten Leitbildern und Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland festgestellt: „Eine Reihe von ländlichen oder altindustrialisierten Räumen weist eine erhebliche Strukturschwäche mit problematischer demografischer Entwicklung und deutlich unterdurchschnittlicher Wirtschaftskraft auf. Ursachen sind häufig […] eine veraltete Industriestruktur“ (S. 11). Dabei ist der Begriff der veralteten Industriestruktur eher als Synonym für eine problematische regionalwirtschaftliche Basis zu verstehen, die auch, aber nicht nur durch einen hohen Anteil an weniger innovativen Branchen im Verarbeitenden Gewerbe bedingt ist.

Viele Wirtschaftsbranchen erleben bereits derzeit einen Umbruch, bei manchen ist er in den kommenden Jahren zu erwarten. Ausgehend von einer Darstellung der wichtigsten Branchen deutschlandweit beziehungsweise mit Hilfe von Fallbeispielen in einigen ländlich-strukturschwachen Regionen lässt sich die zukünftige Sektoralstruktur abschätzen. Dazu müssen Bedeutungsveränderungen von verschiedenen Branchen in den nächsten zehn Jahren plausibel begründet werden. Zu berücksichtigen sind auch staatlich bedingte Entwicklungen (z. B. Energiewende, Klimaschutz) und sozioökonomische Trends wie die digitale Transformation und der demografische Wandel.

Das Gründungsgeschehen von Unternehmen ist regional recht unterschiedlich. Allerdings bildet dies nur einen Teil des Prozesses ab, denn auch die weitere Entwicklung der Unternehmen verläuft über die Teilräume nicht einheitlich: Manche Unternehmen wachsen schneller als andere, manche stagnieren und wieder andere gehen in die Insolvenz beziehungsweise Liquidation. Der Grund kann in der jeweiligen Branche liegen, aber auch durch regionale Faktoren bedingt sein. Diese Prozesse vollziehen sich in ländlichen und vor allem ländlich-strukturschwachen Regionen anders als in städtischen Räumen.
Ein wichtiger Indikator für regionale Wettbewerbsfähigkeit ist die Frage, wie sehr die Räume und die dortigen Unternehmen in die arbeitsteilige Regionalwirtschaft eingebunden sind. Über die Regionalstatistik lässt sich der im Ausland erwirtschaftete Umsatzanteil im Verarbeitenden Gewerbe berechnen. Er liefert einen wichtigen Hinweis auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Teilräume. Allerdings stellt die Regionalstatistik auf der Kreisebene keine Daten zu Warenströmen bereit und auch die überörtliche Bedeutung (d. h. über die eigene Region hinaus) der teilräumlichen Ökonomien lässt sich über die verfügbaren statistischen Informationen nicht erfassen.

Ziel

Neben dem Erarbeiten einer empirisch-analytischen Basis stehen die politischen Handlungsmöglichkeiten im Vordergrund, damit die Heimatpolitik des BMI auf zukünftige regionalwirtschaftliche Tendenzen besser reagieren kann. Gleichzeitig möchte die Bundesebene den Akteuren vor Ort aufzeigen, welche regionalökonomisch wichtigen Themen sie stärker in den Blick nehmen und wie sie in geeigneter Weise darauf reagieren können.
Das Projekt zielt daher darauf ab, basierend auf Annahmen und aktuellen Daten Aussagen über in der Zukunft wahrscheinliche Veränderungen in den regionalen Ökonomien zu treffen. Die Einzelstudien sollen Wege aufzeigen, wie sich geeignete staatliche Maßnahmen und Instrumente für gleichwertige Lebensverhältnisse einsetzen lassen. Dabei werden folgende drei Themen bearbeitet:

  • Abschätzen der Zukunftsfähigkeit von bestimmten Branchen für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre und Verortung dieser Branchen in Regionen
  • Vergleich von Unternehmensbiografien im Sinne von neuen, wachsenden, stagnierenden und insolventen Unternehmen
  • Regionale Wertschöpfungsketten

Studie Strukturwandel in ländlichen Regionen

Ziel dieser umfassenden Studie sind fundierte Aussagen zur Wirksamkeit von Maßnahmen aktiver Strukturpolitik und erfolgreichen Strategien zur Gestaltung von Strukturwandel in überwiegend ländlichen Regionen.

Region

Deutschlandweit

Zeitraum

Status

Laufend

Kontakt im BBSR

Referat RS 1 „Raumentwicklung"
Andrea Hankel
Tel.: +49 228 99401-2342
E-Mail andrea.hankel@bbr.bund.de

Auftragnehmer Fachlos 1

ifo Institut –Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
Prof. Dr. Niklas Potrafke
E-Mail potrafke@ifo.de

Auftragnehmer Fachlos 2

ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V. - Niederlassung Dresden
Prof. Dr. Joachim Ragnitz
E-Mail ragnitz@ifo.de

Auftragnehmer Fachlos 3

Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. an der Universität Tübingen
Dr. Robert Koch
E-Mail andreas.koch@iaw.edu

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