Region gestalten

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Klosterprojekt vor Berglandschaft

Wissensportal Transformation von Klöstern

In Deutschland gibt es über 1.000 Klöster, die aufgrund demografischer Veränderungen und mangelnden Nachwuchses vielerorts aufgegeben werden. Im Rahmen von Region gestalten soll ein Wissensportal entstehen, das die Transformation der oft denkmalgeschützten Häuser und Liegenschaften zu regional bedeutsamen sinnvollen Nachnutzungen unterstützt.

Ausgangslage

Die Lebens- und Arbeitsverhältnisse in Deutschland unterliegen einem rasanten Wandel, der insbesondere auch strukturschwache ländliche Räume vor große Herausforderungen stellt. Angesichts des erklärten Politikziels, gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilräumen zu ermöglichen, braucht es gemeinsame Anstrengungen und innovative Ideen öffentlicher, privatwirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure.

Die Situation der meisten Klöster verändert sich aktuell dramatisch: Die Ordensgemeinschaften überaltern, Klöster werden aufgrund mangelnden Nachwuchses vielerorts aufgegeben. Diese Transformation verläuft derzeit in den Klöstern einzeln, der Wissenstransfer geschieht maßgeblich informell.

Drei Herausforderungen sind herauszuheben:

  1. Die Überführung der großen, identitätsstiftenden und meist denkmalgeschützten Häuser und Liegenschaften in eine neue Nutzung, die der Gemeinde und der Region zuträglich ist.
  2. Die Weiterführung der Aufgaben der Orden für die Gemeinde und Region – oft in kulturellen, sozialen und seelsorgerischen Bereichen sowie der Bildung – durch andere Träger.
  3. Suche von angemessenen, bezahlbaren Unterkünften/Alterswohnsitzen für die verbleibenden Mitglieder der Ordensgemeinschaften. Ein Verbleib am Ort durch innovative architektonische Lösungen ist dabei besonders interessant.

Insbesondere den Ordensgemeinschaften päpstlichen Rechts, die nicht an ein Bistum angeschlossen sind, fehlt es an personeller und fachlicher Unterstützung, was die Transformation ihrer Gemeinschaften und Klosteranlagen sowie Weitergabe der Dienstleistungen in der Gemeinde angeht. Die teils sehr alten Gemeinschaften verfügen nicht über die entsprechenden Netzwerke, in der gebotenen Frist geeignete Nach- oder Mitnutzer zu finden, die Liegenschaft einer regionalverträglichen Nachnutzung zuzuführen oder an geeignete Personen oder Unternehmen/Organisationen zu verkaufen, zu verpachten oder zu vermieten.

Jede Ordensgemeinschaft steht vor ähnlichen Aufgaben. Dennoch gibt es Unterschiede, je nach Lage und Zustand von Ordensgemeinschaft, Region und Liegenschaft. Bei der Aufgabe eines Ortes müssen Ordensgemeinschaften weitreichende organisatorische, betriebswirtschaftliche und rechtliche Entscheidungen treffen. Ihnen fehlen aber relevante Informationen und weiterführende Hilfen zu notwendigen Schritten. Dabei geht es um die Planung einer Um- und Nachnutzung, die baulichen Rahmenbedingungen zum Beispiel des Denkmal- und Brandschutzes oder finanzielle und steuerliche Belange. Das neue Wissensportal soll das ändern.

Zielgruppen des Projekts sind demnach: die Ordensgemeinschaften selbst, die Gemeinden und Regionen, in denen sich die Klosteranlagen befinden, sowie künftige Nutzer der Liegenschaften (Genossenschaften, Wohngruppen, Stiftungen, Behörden, Bildungs- und Forschungseinrichtungen usw.).

Ziel

Das Vorhaben zielt darauf ab, hilfreiches Praxiswissen für die anstehende Umnutzung von Klöstern und Liegenschaften zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise sollen Nachnutzungen gefunden werden, die der jeweiligen Region zugutekommen.

Das Wissensportal soll vernetzen, informieren und auf Lösungs- und Fördermöglichkeiten sowie kompetente Ansprechpartner hinweisen. Best-Practice-Beispiele sollen stärker auf das Thema aufmerksam machen und Gemeinden und Regionen aktiv beteiligt werden.

Die Ausgestaltung des Wissensportals wird durch Einzelgespräche mit Ordensgemeinschaften, Nachnutzern und Betreibern bereits umgenutzter und vor der Umnutzung stehender Klöster entwickelt und an einem runden Tisch mit betroffenen Ordensgemeinschaften und Experten aus den berührten Bereichen vertieft. Sie berücksichtigen dabei die Herausforderungen, die die Aufgabe eines Klosters für die Dorf- und Regionalentwicklung, die Architektur und den Denkmalschutz, den Brandschutz, die Immobilienentwicklung sowie Wirtschaft und Tourismus mit sich bringen.

In zwei „Zukunftslaboren“ entwickeln Ordensvertreter, Gemeindevertreter, Kreative und Experten konkret und vor Ort exemplarische Nutzungsideen für große Klöster und Liegenschaften im ländlichen Raum. Diese stimmen sie mit den Entwicklungsstrategien der Kommune und der Region ab. Die Ergebnisse der beiden Zukunftslabore werden aufbereitet und über die Plattform zugänglich gemacht.

Wissensportal Transformation von Klöstern

In diesem Vorhaben soll ein Wissensportal entstehen, welches die Transformation der oft denkmalgeschützten Klostergebäude und zugehörigen Liegenschaften zu regional bedeutsamen, sinnvollen Nachnutzungen unterstützt.

Region

Schlehdorf

Zeitraum

Status

Laufend

Projektnehmer

Zukunft Kulturraum Kloster e. V.

Kontakt im BBSR

Referat RS 1 „Raumentwicklung"
Margareta Lemke
Tel.: +49 228 99401-1319
E-Mail margareta.lemke@bbr.bund.de

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